

Oder von einer Dystopie über Elend, Menschsein, Migrantisierung, Alkoholismus, Gewalt, Wahrheit, Lüge, Gott, Ungerechtigkeiten in den USA und Merz’ Stadtbild-Aussage.

Lukas Schrenk und Nils Strunk sind das wohl derzeit beliebteste Autorenduo auf den großen Wiener Bühnen. Derweil fungierte bisher nur Strunk als Gesicht in den durchweg umjubelten Stücken, wie der Zauberflöte oder auch der Schachnovelle am Wiener Burgtheater. Nun aber doziert auch Lukas Schrenk gewissermaßen sein Debüt in Wien in einer rasanten Geschichtsstunde.

Genau genommen handelt es sich bei Benamor gar nicht um eine Operette, sondern um eine Zarzuela. Die spanische Version dieser leichten Musiktheaterform. Und das ist auch der Abend durch und durch: leicht und spanisch. Das gereicht der Inszenierung zum Vor- wie Nachteil.

Das Ferienhaus. Der Titel lässt einen idyllischen Sommer vermuten oder einen Mord den Poirot aufklären muss. Beides gibt es auch – Sommer und Mord –, nur in einem wesentlich beklemmenderen und tragischeren Umfeld.

Schuberts Werke hatten einen holprigen Weg durchzumachen: 1916 wird er brutal auf Wiener Bühnen verkitscht, nur um danach vom Regen in die Traufe zu kommen: Nationalsozialist*innen verleiben ihn sich ein und tragen ihn in ihre Blut-und-Boden-Kulturheftchen ein. Jetzt nimmt ihn die Bühne im Theater Drachengasse auf – was wollen Max-Reinhardt-Seminar-Absolvent*innen denn wieder von ihm?

Theater Nestroyhof // 11. November 2025 // Auf Freiheit zugeschnitten Im Jahr 1908 ist Wien der Mittelpunkt der Kunstwelt. Freud, Schnitzler, Schönberg und Schiele sind bekannte Namen, die der Wiener Moderne ihr Gesicht verleihen. Vor allem zwei Künstler:innen haben die Kunstepoche langfristig geprägt – der Maler Gustav Klimt und die Modedesignerin Emilie Flöge. Der Legende…

Das Dorf wird nicht mehr schweigen. Die Kleine lädt uns in ihre stumme und dunkle Heimat ein, über der Krähen wachen und Dungsgestank liegt – sie ist die erste Stimme, die die sprachlose Landschaft in Worte fasst und die familiäre Geschichte wiedergibt.

Das ließ bereits die zeilenweise Auflistung der Komparserie im Programm vermuteten und bestätigte der trotz seiner zweieinhalb Stunden Länge sehr kurzweilige Abend. Auch sonst fehlte es der Inszenierung von Gullivers Reisen an fast gar nichts.

Man weiß nicht, ob einem das Lachen im Halse stecken bleibt oder nicht in dieser eindringlichen Inszenierung von Werner Schwabs Radikalkomödie. Sicher ist: neben allem Schmunzeln überwiegen Ernst und bitterer Beigeschmack.

Die spritzige Saisoneröffnung in der Kammeroper des MusikTheaters an der Wien mit einem frühen Einakter Gioachino Rossinis ist nicht nur der drei Drehtüren auf der Bühne wegen eine durch und durch runde Sache.

Schwerfälliger Stoff in politischem Schwarzweiß versucht auf einer schrägen Bühne im Akademietheater Halt zu finden. Scheint der Inhalt zunächst am Hier und Jetzt inspiriert, fährt sich die konstruierte Dystopie zwischen Club, Politik und Narren fest.

Kinostart: 19.06.2025 // 28 Years Later 28 Jahre nach dem Ausbruch des Zombievirus steht Großbritannien noch immer unter Quarantäne. Niemand darf die Insel verlassen. Auf einer abgelegenen kleinen Insel außerhalb des Festlandes hat sich eine isolierte Gemeinschaft gebildet. Seit dem letzten Film haben sich die Infizierten weiterentwickelt. Sie sind schneller, intelligenter und tödlicher. Auch wenn…
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