Kategorie: Theaterkritik

  • Eine Liebeserkläung an die Randomness

    Eine Liebeserkläung an die Randomness

    Max Reinhardt Seminar /// 20. März 2019 /// Ich habe dich gegoogelt Regisseurin Anna Marboe lässt in dieser Stückentwicklung Geistesblitze nebeneinander koexistieren, anstatt sie zu vereinheitlichen. Das Ergebnis ist eine lustige, bunte Mischung aus, nun ja, Randomness. Als das Publikum in den Zuschauer_innenraum hereinkommt, sitzt ein Schauspieler, Julian Waldner, bereits da und spielt „Oh Tannenbaum“…

  • „Ich liebe dich, aber ich hasse was du sagst.“

    „Ich liebe dich, aber ich hasse was du sagst.“

    WerkX/Petersplatz /// 14. März 2019 /// Sohn. Angenommen, du bist die Mutter eines Radikalen. Anekdoten über einen einst so sensiblen Buben sind von einem einseitigen Dialog mit einem Identitären durchzogen: In Eva Hofers und Ed. Hauswirths Stück wird sehr konzentriert danach gefragt, wie ein´s zum anderen führen kann und was das als Angehöriger_m mit einem…

  • Zerteilte Kugelmenschen im Plüschbad

    Zerteilte Kugelmenschen im Plüschbad

    Kosmos Theater /// 1. März 2019 /// SHE HE ME Fragen, die wir alle schon gestellt haben, in unserer Unwissenheit, in unserer Unüberlegtheit. Diese Fragen wirft uns Amahl Khouri an den Kopf und schafft gleichzeitig einen intimen Raum, in dem wir Teil einer Möglichkeit werden, die von uns erlebte Welt neu zu sehen. Eine blecherne…

  • Ein Strudel an Assoziationen

    Ein Strudel an Assoziationen

    Burgtheater Vestibül /// 25. Jänner 2018 /// Beben Was macht Krieg mit uns? Auf der Suche nach einer Antwort zieht die Inszenierung eine Linie von Waffenpolitik über die bunten 80er bis zu Zivilcourage und solidarischem Handeln. Die Autorin Maria Milisavljevic entlarvt die Sinnlosigkeit von Krieg und Gewalt und beleuchtet mit bittersüßer Komik unser Jetzt. Sie…

  • Drei Sprachen für ein Wechselbad der Gefühle

    Drei Sprachen für ein Wechselbad der Gefühle

    WERK X /// 18.Jänner 2019 /// Gegen die Wand Das WERK X präsentiert erneut die Theateradaption von Fatih Akins Erfolgsfilm “Gegen die Wand” als trilinguales Stück mit genialer Besetzung und perfekt durchdachter Inszenierung, bei welcher der Spaß nicht zu kurz kommt. Fatih Akins Film “Gegen die Wand” hat bei seiner Erscheinung 2004 in der deutschen…

  • Wer hat Angst vorm Watschenmann?

    Wer hat Angst vorm Watschenmann?

    Volx/Margareten /// 31. Jänner 2019 /// Watschenmann Basierend auf dem Roman von Karin Peschka inszeniert Bérénice Hebenstreit ein eindringliches und publikumsnahes Stück, das die Wiener Gesellschaft der Nachkriegszeit aus einem kritischen Blickwinkel heraus betrachtet. Wo liegt die Grenze zwischen “normal” und “verrückt”? Wann ist etwas “normal”? Sagt dieser Heinrich nicht etwas Wahres und wieso hört…

  • Zwischen den Stühlen

    Zwischen den Stühlen

    Theater Drachengasse // 14.01.2019// Tag des Zorns Wenn die Inszenierung von Mercedes Echerer eine Farbe hätte, wäre es ein Grau, wie die raue Hauswand des Bühnenbildes, welche die Trostlosigkeit der ungarischen Gesellschaft zum Ausdruck bringt. Betupft wäre das fade Grau aber mit kleinen grell-, farbigen Flecken, denn die unschlagbare Komik, die das gesamte Stück durchzieht,…

  • Fluss ohne Ufer

    Fluss ohne Ufer

    Kosmos Theater ///  13. Dezember 2018 /// Begehren Ein Überraschungsmoment eröffnet den Abend am Kosmostheater. Fünf nackte Schauspieler_innen laufen auf die Bühne, platzieren sich vor uns, halten Blickkontakt und lächeln uns zu. Ein subtil aufkommendes Schamgefühl ist unvermeidbar, peinlich berührtes Wegschauen aber auch uncool. Also schnell Zurücklächeln– das ist nie falsch! Die Zuschauer_innen der Inszenierung…

  • Neue Dramatik als Auto. Eine Fahrt aus Deutschland Richtung Balkan

    Neue Dramatik als Auto. Eine Fahrt aus Deutschland Richtung Balkan

    Schauspielhaus Wien /// 12.Jänner 2019 /// Autos Assoziativ fließende Reflexionen eines Gastarbeiterkindes, gekleidet in schwarze Pastorentracht, dargebracht von einem Auto mit zwei Fahrenden. Die Reise geht aus Deutschland über Österreich Richtung Balkan. Ankommen werden wir nicht. Dazwischen ein sehr schönes Lied. Eine Autofahrt. Anschnallen, es geht los. Behutsam öffnet Franz-Xaver Mayr, mittlerweile quasi Hausregisseur in…

  • Leere und einsame Körper im Eisschloss

    Leere und einsame Körper im Eisschloss

    Theater an der Josefstadt /// 15. November 2018 /// Der einsame Weg „Wer hat sie denn gekannt von uns allen?“, fragt sich die Figur Felix über seine eigene Schwester Johanna, als er in der finalen Szene des Stückes erfährt, dass sie sich auf brutale Weise ertränkt hat. Ein sehr sachlich-kühles Statement des Bruders, von dem…

  • Frau Grollfeuer, die allmächtige Puppenspielerin

    Frau Grollfeuer, die allmächtige Puppenspielerin

    Akademietheater /// 29. November 2018 /// Volksvernichtung oder Meine Leber ist sinnlos Eingesperrt in einer Blase durchleben die mit Puppen dargestellten Figuren hausgemachten Horror. Frau Grollfeuer steht, im übertragenen wie im wörtlichen Sinne, über diesem. Die Inszenierung hat mir imponiert, abgeholt hat sie mich leider nicht. Der Horror findet auf der Bühne in einer Blase…

  • Acht Frauen und ein seichter Krimi(-Abend)

    Acht Frauen und ein seichter Krimi(-Abend)

    Kammerspiele der Josefstadt /// 8. November 2018 /// Acht Frauen In der Krimikomödie Acht Frauen gehen die Charaktere an den Kammerspielen Josefstadt der Frage, welche der Anwesenden den Hausherren Marcel getötet hat, nach. Neben der Lösung dieses Rätsels werden bei einer Spielzeit von 2 1/2 Stunden die vergeblich düsteren skandalösen Geheimnissen der Figuren ans Licht…

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